Streuobst-Projekt 2025 (Kl. 4)
15,5 Liter Apfelsaft zu vierzehnt!
Zwischen all‘ den Regentagen der vergangenen Wochen erwischten die Viertklässler der Freibühlschule in der ersten Oktoberwoche einen trockenen und meist sonnigen Tag auf der Engstinger Streuobstwiese. Freudig marschierten die vierzehn Kinder begleitet von ihrer Klassenlehrerin und der FSJlerin von der Schule die kurze Strecke bis hinaus an den Katzensteig. Dort wurden sie bereits erwartet von den Streuobstpädagogen Birgit Wester und Frank Höwner sowie Harald Keppler und Benjamin Spothelfer vom Großengstinger Obst- und Gartenbauverein. Alles war fertig gerichtet – Arbeitsgeräte, Obstkisten, Tische und Bänke – und sofort ging’s los.
Freudig gingen die Grundschüler ans Werk. Zuerst wurden die Äpfel aufgesammelt und in Kisten und Körben zum Wasserbad transportiert. Da hieß es: Ärmel hochkrempeln und die Äpfel im kalten Wasser sauberreiben. Am Tisch saßen schon Schüler bereit, die die Äpfel im Akkord kleinschnitten, damit sie weitergereicht werden konnten in die „Apfelmühle“. Dort mussten immer drei Kinder in schweißtreibender Arbeit die Kurbel an der Mühle drehen und gleichzeitig die Apfelstücke von oben nachschieben. Letzte Station war schließlich die Saftpresse und auch hier war Muskelkraft gefragt. Im Wechsel drehten die Viertklässler die Kurbel um den Saft aus dem Apfelgemisch herauszupressen. Wie groß war da die Freude, als unten literweise die leckere Flüssigkeit herausfloss! Flasche um Flasche wurde gefüllt und eifrig zählten die Schüler die Liter.
Der allergrößte Ansporn bei der gesamten Aktion war die Aussage von Frank Höwner ganz zu Anfang. Zeitgleich waren Kindergartenkinder aus Großengstingen aus demselben Grund auf der Wiese und arbeiteten mindestens genauso eifrig. Um die Schüler zu motivieren, rief Höwner einen stillen Wettbewerb aus und meinte: „Mal sehen, wer nachher mehr Saft produziert – ihr oder die Kindergartenkinder!“ Das spornte die Grundschüler natürlich an und der Ausspruch einer Schülerin sprach sicher allen aus dem Herzen: „Also gegen den Kindi will ich nicht verlieren!“ Zwischenzeitlich war ein Sieg nicht unbedingt mit Sicherheit vorherzusagen. Die Jüngeren waren in deutlicher Überzahl und hatten kräftig Hilfe von ihren Erzieherinnen. Aber: die Vierer schafften es tatsächlich, ein paar Liter Apfelsaft mehr zu produzieren. Mit großem Stolz stießen sie gemeinsam mit dem leckeren Saft an und trugen dann voller Zufriedenheit ihre Flaschen nach Hause.
Vorher gab es aber noch das obligatorische Gruppenfoto und ein riesengroßes DANKESCHÖN an die Streuobstpädagogen und die Großengstinger Obstexperten. Wie wunderbar, dass sie dieses herrliche Erlebnis immer wieder für unsere Grundschulklassen möglich machen!
(Iwona Werz/Okt 2025)