Streuobst-Projekt 2026 Kl.3+4
Apfelbaum und Bienen
Da hatten die Dritt- und Viertklässler der Freibühlschule ein ordentliches Programm absolviert, als sie am Dienstagmittag den Rückweg zur Schule antraten. Trotz des eher herbstlichen Wetters und feuchtkühler Witterung hatten sich die Grundschüler die gute Laune nicht verderben lassen, waren mit ihren Lehrerinnen zur Großengstinger Streubstwiese hinausgewandert und waren dort eifrig zur Tat geschritten.
Begleitet und vor allem angeleitet wurden sie an diesem Tag von Streuobstpädagogin Viola Gekeler und Uwe Schmid, dem Vorsitzenden des Großengstinger Obst- und Gartenbauvereins. Zuerst sollte ein neuer Apfelbaum der Sorte Bronnapfel gepflanzt werden. Arbeitsgeräte standen bereit und voller Eifer hoben die Jungs das erste Loch aus. Natürlich ließen die Mädchen sich nicht lumpen und packten mit Schaufeln und Spaten ebenfalls mit an. Keiner wollte zurückstehen, alle machten mit. In das ausgehobene Loch kam ein Drahtkorb als Schutz vor Wühlmäusen und als Dünger und Wasserspeicher legten die Schüler Schafwolle hinein. Auch ein Pfosten wurde in die Erde gerammt, an dem der junge Baum angebunden wurde, um gegen die starken Winde auf der Alb gewappnet zu sein. Fleißig halfen die Schüler mit, traten den Drahtkorb ins Loch hinab und später die zurückgeschaufelte Erde um den neuen Baumstamm herum fest. Wie gut, dass alle Kinder gutes Schuhwerk angezogen hatten und auch sonst bestens ausgerüstet waren! So konnten sie nach Herzenslust und mit vollem Einsatz mitarbeiten.
Mit einem lautstarken Dankeschön verabschiedete sich die Truppe von Uwe Schmid und zog weiter.
Die zweite Station an diesem Vormittag war die Hütte des Imkers Karl Bortot am Rand der Streuobstwiese. Auch hier gab es vielfältige Informationen von Viola Gekeler, die anhand einer Stoffbiene den Körperbau erklärte, und Karl Bortot öffnete einen Schaukasten, in dem man ein Bienenvolk wunderbar hinter Glas beobachten konnte. Sehr erstaunlich für alle jungen Gäste war hier die Wärme der Scheibe, die durch den emsigen Flügelschlag der Bienen entsteht, wie Bortot den Kindern erläuterte. Bevor den Kindern die Kälte in die Glieder kroch, kamen sie mit tollen Spielen in Bewegung und schon rannten da Bienen und Spinnen über die Wiese. Sehr eindrücklich auch ein Versuch mit selbst hergestellter Knete, bei dem sichtbar wurde, wie platzsparend und effizient die Herstellung der Waben und damit auch die Speicher für Futter und Honig von der Natur eingerichtet sind.
Auch hier gab es ein riesengroßes Dankeschön an die beiden Experten, bevor die Schüler zur Schule zurückkehrten. Dort wartete bereits das Rezept zur Herstellung von Knete, das einige Kinder unbedingt zuhause ausprobieren möchten.
(Iwona Werz/April 2026)