Waldschulheim

Grundschüler im Waldschulheim Indelhausen

Drei Tage im Waldschulheim – darauf freuen sich die Dritt- und Viertklässler des Regelzugs der Freibühlschule schon Wochen im Voraus!

Mit ihren Lehrerinnen sind sie alle zwei Jahre, zuletzt vor den Pfingstferien 2019, in Indelhausen im Lautertal zu Gast und erleben dort jedes Mal herrliche Tage.

Und so erfuhren sie in diesem Jahr gleich bei der Abenteuerwanderung am ersten Nachmittag von Forstmeister Brändle unter anderem, dass es im Lautertal in früheren Jahrhunderten Schneckenzucht und –handel gegeben hatte. Außerdem erlebten sie in den Gerberhöhlen am steilen Felshang, wie sich Fledermäuse in den dunklen Gewölben fühlen müssen. Sie versuchten wie Vögel Nester zu bauen und sie gingen auf die Suche nach Würmern für ihren Nachwuchs. Die Schüler ließen sich mit allen Sinnen auf das Naturerlebnis ein und machten begeistert mit.

Am zweiten Tag ging es zur Arbeit auf die Wacholderheide. Ausgestattet mit Waldteufeln beseitigten die Schüler dort kleine Büsche und Triebe, die die Heide überwuchern und stellten so das passende Weideland für die Schafherden wieder her. Stolz gingen die Kinder ans Werk, und wenn auch der eine oder andere bald über die anstrengende Arbeit der Waldarbeiter stöhnte, so waren zum Schluss doch alle stolz auf die getane Arbeit und den „aufgeräumten“ Hang. Dafür fiel ihnen der zweite Teil des Vormittags wesentlich leichter, als sie Forstmeister Brändle beim Fällen eines Baumes mit der Motorsäge zusehen durften.

Nachmittags ging es in den Zauberwald, wo die Kinder ihre Sinne schulen konnten, indem sie ein Stück an Seilen blind durch den Wald liefen oder mit Händen Dinge aus dem Wald ertasteten. Großen Eifer bewiesen alle Teilnehmer beim Taschenmesser-Führerschein. Mit ihren eigenen Messern schnitzten sie eifrig runde und vierkantige Astspitzen und lernten die wichtigsten Regeln im Umgang mit dem Taschenmesser. Stolz trugen sie ihren gelben Führerschein zurück ins Waldschulheim, der für den absoluten Notfall auch ein Pflaster beinhaltet! Als letzter Höhepunkt fand später noch eine Nachtwanderung statt, bei der die Schüler sich auch ein Stückchen des Weges alleine oder mit Partner zu laufen trauten – für viele sicher eine Erst- und Grenzerfahrung!

Und so kehrten die Großengstinger Kinder nach zweieinhalb Tagen reich an neuen Erfahrungen, zufrieden nach wunderbarer Verpflegung und glücklich mit dem Gemeinschaftserlebnis als Klasse nach Hause zurück!

Iwona Werz